In meinen heutigen Blogpost möchte ich dir etwas über Spielmittel erzählen, wozu auch Spielzeuge gehören.

Wenn wir beim Thema Spielzeuge sind, kennst du das auch? Wenn man durch Geschäfte schlendert die Spielzeuge verkaufen, fallen einem direkt (vor allem bei den jüngeren Kindern unter 3 Jahren) die ganzen bunten, blinkenden und mit Geräusche überladenden Plastik-Spielzeuge auf. Auf der Verpackung wird nochmal deutlich angepriesen, was ein Kind damit alles Tolles lernen kann (z.B. Musik, Motorik, Tiere, Sprache, Farben)

Vor meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich auch so etwas gekauft. Ich hatte ja selber keine Ahnung und dachte immer, wenn das Spielzeug so tolle Lerneffekte hat, wird das schon gut für mein Kind sein. Mittlerweile bin ich durch meine Ausbildung bei einer ganz anderen Meinung, zum Glück.

Die Hersteller dieser Spielzeuge sind ja nicht auf den Kopf gefallen. Ihr Ziel ist primär der Finanzielle Gewinn. Es verkauft sich natürlich besser, wenn es als besonders wertvoll angepriesen wird. Ist es aber leider (größtenteils) nicht.

Klar beschäftigt sich ein Kind mit so einem Spielzeug, aber es wird bespielt (durch die ganzen Reize wie z.B. bunten Lichter, Musik) anstatt aktiv damit zu spielen.

Die Gefahr von Spielzeug
  • Bei zu vielen Spielzeugen, kann sich das Kind nicht auf eines festlegen und es wird überfordert
  • Es regt oftmals keine Fantasie an.
  • Die Selbstwirksamkeit wird nicht angeregt ( Unter Selbstwirksamkeit versteht man die Überzeugung, schwierige Aufgaben oder Lebensprobleme aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Ein Kind mit hoher Selbstwirksamkeit ist zuversichtlich und hat die Überzeugung, dass es das schaffen wird, was es sich vorgenommen hat.)
  • Stereotypen werden vermittelt (Rollenklischees z.B. Puppen für Mädchen)
  • Überbetonung eines Lerneffekts (wie oben bereits erwähnt)

Aber wenn man Spielzeug kaufen will, was macht gutes Spielzeug überhaupt aus?

Kriterien zur Beurteilung von Spielzeug
  • Das Spielzeug sollte Fantasie anregend sein. Beispielweise ein Auto ohne Geräusche fördert dein Kind viel besser, indem es die Geräusche nachahmt.
  • Vielfältige Spielmöglichkeiten bieten (bleibt dadurch längere interessant)
  • Größe, Menge (lieber von einem Spielzeug viel z.B. von Lego Zubehör als viele Systeme) , Material & Haltbarkeit.
  • Konstruktion & Mechanik sollte dem Alter entsprechend sein.
  • Form & Farbe beeinflussen den Spielverlauf (z.B. bei Holzbausteine wirklich die Naturbelassenen benutzen).

Wenn man einen Blick in eine Kindergartengruppe wirft, fällt einen direkt auf das es dieses ganze blinkende, laute Plastikspielzeug (abgesehen von einem Spielzeugtag) normalerweise gar nicht gibt. Merkwürdig, oder? Weil die Kinder so etwas wirklich gar nicht brauchen. 🙂

Beispiele für Pädagogisch wertvolles Spielmittel
  1. Spielzeug: Wenn du gutes wertvolles Spielzeug finden möchtest, kann ich dir  Spiel gut e.V. empfehlen. Das ist ein Siegel für pädagogisch wertvollen Spielzeug. Dort werden nur Spielzeuge aufgelistet die Fantasie anregend sind und vielfältige wie fortwährende Spielmöglichkeiten bieten. Außerdem sind die Spielzeuge umweltverträglich, sicher und entsprechen in seiner Haltbarkeit und Lebensdauer dem Spielzweck. (Quelle: Spielgut e.V)
  2. Spieldinge: Es müssen nicht immer Spielzeuge sein. Spieldinge zu denen Haushaltsgegenstände zählen, sind perfekt für dein Kind. Es müssen nicht die nachgemachten kleinen Töpfe sein, lass dein Kind an seiner Selbstständigkeit arbeiten. Kinder lieben es die Erwachsenenwelt nachzuspielen und das am besten so naturgetreu wie möglich. Denn mit Spieldingen können sie multifunktional spielen und ihre Vorstellungskraft wird angeregt.
  3. Spielmaterial: Alltagsmaterialien z.B. aus der Natur sind genauso perfekt für dein Kind. Sie sind nicht zum spielen hergestellt und können von den Kindern ebenso wie Spieldinge multifuntional benutzt werden. Mein Sohn Beispielweise kann sich Stunden lang mit Stöckern oder Steinen beschäftigen ohne das ihn langweilig wird.

Ich denke mittlerweile ganz anders über Spielzeug nach und ich hoffe das ich dir mit meinen Blogpost vllt. auch eine etwas andere Sichtweise bieten konnte.

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