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Rezension: Totenhaus

Über das Buch „Totenhaus“

Totenhaus von Bernhard Aichner

Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt …

In dem Buch geht es um Blum, eine Bestatterin, die etwas getan hat was sie einholen wird, sie hat Menschen auf dem Gewissen. Anders als in dem Klappentext beschreiben geht es hier nicht in erster Linie um eine spannende Flucht, sondern viel mehr um ihre Vergangenheit. Sie ist auf der Suche nach Antworten. Als sie mit ihren Kindern im Urlaub war, entdeckte sie in einer Zeitung ein Abbild von sich wie sie aufgeschnitten auf einem Zebra sitzt , das Herz Pink angemalt in einer Ausstellung ähnlich wie Körperwelten. Doch was hat das alles auf sich? Sie wird die Antworten ihrer Fragen finden doch endet es nicht in einer Spannenden Flucht, sondern viel mehr in einem langweiligen offenen Ende.

Autor: Bernhard Aichner ● Verlag: btb ● ISBN: 978-3-442-75455-7 ● Seitenanzahl: 416 ● Preis: 19,99 € Hardcover

Meine Meinung zu dem Buch

Ich habe den ersten Teil der Trilogie Totenfrau nicht gelesen, deshalb kam ich wahrscheinlich sehr schwer ins Buch hinein. Der Autor Bernhard Aichner hat einen sehr eignen Schreibstil, kurzer Sätze und einprasselnde Wörter. Er beschreibt auch nicht gerne die Personen scheint es mir, man erfährt in dem Buch einfach zu wenig, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch die Gefühle der Menschen. Alles wirkt so platt, dahin geschrieben wie Regen der nicht aufhören will. Mir fehlte die Spannung wie bei einem Gewitter der Donner und der Blitz. Mich fesselte nichts an dem Buch, denn ich fühlte mich als ob ich nicht mitten im Geschehen bin, sondern nur daneben. Mir fehlte der rote Faden in dem Buch. Die Story rund um Blum wirkte für mich an den Haaren herbeigezogen und fühlte sich unrealistisch an.
Ein Beispiel: Sie, eine Bestatterin, die ihren Mann verlor, nimmt Rache an seinen Mördern und zerstückelt Menschen und jeder, der davon erfährt findet es normal? Sie hat Menschen getötet na und? Sie lieben sie alle trotzdem, packen sie in Watte und beschützten sie. Jeder normale Mensch würde schreiend wegrennen sogar Blum ist oft in dem Buch überrascht wie ihre Mitmenschen reagieren. Das bin ich allerdings auch.

Was mich auch gestört hat das Blum wirklich nie über Konsequenzen nachdenkt, was ihr Handeln für Folgen hat. Oft wird geschrieben das sie eine liebende Mutter ist, sie weint sich die Tränen auf dem Kopf wegen ihrer Kinder. Doch welche Mutter will das Leben ihrer Kinder so unnötig schwer machen? Will man nicht eigentlich das beste für sie? Sie denkt immer sie macht das richtige doch in meinen Augen ist sie das schlechteste was ihren Kindern passieren kann und lässt auch noch solche verrückte Menschen an sie heran. Meiner Meinung nach haben eigentlich alle Charaktere in dem Buch einen an der Waffel.

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